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Plädoyer

Netzagentur sieht "Spielraum" für niedrigere Gaspreise

Die Bundesnetzagentur hält die Gaspreise für Endverbraucher hierzulande für teilweise zu hoch: Es gebe "durchaus noch Spielraum für Preissenkungen", sagte Behördenchef Matthias Kurth der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Kurth zufolge könne man mit einem Gasanbieterwechsel bis zu 300 Euro im Jahr sparen.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

München (afp/red) - Die Netzagentur beobachte einen "dramatischen Preisverfall" auf dem internationalen Gasmarkt, der bei den Verbrauchern aber nur teilweise ankomme. Zum 1. Oktober erhöhen nach Angaben des Verbraucherportals Verivox insgesamt 74 Grundversorger ihre Gaspreise; 90 senken sie aber auch.

Ein Gasanbieterwechsel lohnt sich

Laut Bundesnetzagentur gingen die Gastarife für Haushaltskunden von April 2009 bis April 2010 im Schnitt von 7,1 Cent je Kilowattstunde auf 6,5 Cent je Kilowattstunde zurück. "Das ist aber bei weitem nicht das, was bei Industrie- und Gewerbekunden ankommt, und bei weitem nicht das, was am Großhandel passiert", sagte Kurth der Zeitung. Grund könnten unter anderem langfristige Verträge sein, die sich der aktuellen Situation nicht anpassen ließen, räumte er ein. Kurth rief Privatverbraucher zum Wechsel auf: Damit ließen sich pro Haushalt bis zu 300 Euro im Jahr sparen, sagte er.

Die Gaspreise im Großhandel waren den Angaben zufolge wegen der Wirtschaftskrise von mehr als drei Cent je Kilowattstunde auf die Hälfte zurückgegangen. Inzwischen stiegen sie wieder leicht. Kurth sagte, nach seiner Einschätzung werde der Preis "nicht so bald auf den alten Stand steigen".