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Für Biogas-Produktion

Neue Energiepflanze als Alternative zum Mais getestet

Eine neue Energiepflanze ist am Dienstag erstmals auf einem Versuchsfeld der Agrargenossenschaft Neißetal bei Forst geerntet worden. Ziel des gemeinsamen Projekts mit Vattenfall sei es, die Eignung der "Durchwachsenen Silphie" als Alternative zum Mais in Biogasanlagen zu untersuchen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Forst (dapd/red) - Das sagte der Generalbevollmächtigte der Vattenfall Europe New Energy GmbH, Jan Grundmann. Gegenwärtig werde die mehrjährige Energiepflanze an vier Standorten mit unterschiedlichen Bodenqualitäten bei Forst, nahe Vetschau, in Groß Lübbenau und in Wörlitz (Sachsen-Anhalt) getestet. Sie solle bei einem nachhaltigen Anbau künftig Mais oder Getreide anteilig bei der Biogasproduktion ersetzen und dabei helfen, die CO2-Bilanz von Vattenfall zu verbessern.

Zehn Tonnen Biomasse von den Versuchsflächen

Der Energiekonzern will in Kürze mit den Projektpartnern ein vorläufiges Resümee über die Eignung des Anbaus der Durchwachsenen Silphie in der Lausitz ziehen. Die Versuchsflächen würden auch im nächsten Jahr genutzt. Der Energiekonzern hoffe, dass sich die Erwartungen auch hinsichtlich der Biogasproduktion bestätigen werden, sagte Grundmann.

Nach eineinhalb Jahren Wachstumszeit war die Ernte von einer etwa einem Hektar großen Testfläche nördlich von Forst mit einem Feldhäcksler eingebracht worden. Von den rund 40.000 im Mai 2010 gesteckten Pflanzen seien etwa 37.000 gewachsen, sagte Bernd Starick von der Agrargenossenschaft Neißetal. Sie hätten auf der Ackerfläche mit guten Bodenwerten eine Höhe von bis zu zwei Metern erreicht und brächten einen voraussichtlichen Ertrag von umgerechnet etwa zehn Tonnen Biomasse.

Biogasproduktion soll im Oktober starten

Aus der konservierten Silage und den weiteren Maisanteilen soll ab Ende Oktober in einer neuen Anlage in Grießen bei Forst Biogas produziert werden. Nach dem Rückschnitt der Pflanzen auf eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erwarten die Bauern der Agrargenossenschaft im zweiten Anbaujahr Erntehöhen von über 2,50 Meter. Die an dem Test beteiligten Lausitzer Landwirtschaftsbetriebe sehen nach eigenen Angaben künftig eine zusätzliche Einkommensquelle mit der neuen Energiepflanze.