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Unabhängigkeit

Neue Pipeline zwischen Slowakei und Ungarn

Eine neue Erdgas-Pipeline soll die Slowakei, Ungarn und umliegende Regionen unabhängiger vom russischen Gas machen. Durch die 111 Kilometer lange Pipeline könnten 500.000 Kubikmeter Gas pro Stunde in Richtung Slowakei transportiert werden. Auch die EU soll den Bau finanziell unterstützt haben.

Pipeline© James / Fotolia.com

Budapest (dpa/red) - Zwischen den Nachbarländern Ungarn und Slowakei gibt es eine neue Erdgas-Pipeline, durch die ab Januar 2015 der Brennstoff in beide Richtungen transportiert werden soll. Damit solle die Region unabhängiger von russischen Gasimporten werden, "was immer uns auch von Osten her widerfährt", sagte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag bei der Einweihung des Bauwerks zusammen mit seinem slowakischen Kollegen Robert Fico.

EU an Baukosten beteiligt

Durch die 111 Kilometer lange Pipeline könnten 500.000 Kubikmeter Gas pro Stunde aus der Slowakei nach Ungarn gepumpt werden, in umgekehrter Richtung betrage die Kapazität 200.000 Kubikmeter pro Stunde. Bauherr ist die staatlich kontrollierte ungarische Gesellschaft Magyar Gaz Tranzit Zrt. Premier Fico bedankte sich dafür, dass sich die EU mit 30 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt habe. Die Gesamtkosten wurden nicht genannt, früheren Schätzungen zufolge sollen sie 160 Millionen Euro umfassen.

Herkunft unbekannt

Woher das Gas kommen soll, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Es gehe darum, eine Verbindung zwischen polnischen und kroatischen Gasnetzen zu schaffen, hieß es von Regierungsseite.

Quelle: DPA