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Klimaschützerin Kuh

Neues Buch stellt das Agrarsystem in Frage

"Die Kuh ist kein Klima-Killer!" – ein neues Buch will den Beitrag der Viehwirtschaft zum Klimawandel in ein anderes Licht rücken. Demnach könnten Rinder sogar einen positiven Effekt auf das Weltklima haben. Der intensive Anbau von Futtermitteln in Monokulturen sei das eigentliche Problem.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Berlin (red) - In ihrem Buch "Die Kuh ist kein Klima-Killer! Wie die Agrarindustrie die Erde zerstört und was wir dagegen tun können" stellt Tierärztin, Wissenschaftsjounalistin und Mediatorin Anita Idel das Agrarsystem in Frage.

Vielfach kritisiert wird die Weidewirtschaft mit Rindern und anderen Wiederkäuern, weil diese in der Masse einen hohen Ausstoß an klimaschädlichem Methangas generieren. Laut Idel stellt jedoch synthetischer Dünger, der zur Produktion von energiereichem Kraftfutter wie Mais und Soja in Monokulturen eingesetzt wird, ein größeres Problem dar. Durch die Düngung des Futters für Hochleistungsrinder wird viel Energie verbraucht und zudem Lachgas freigesetzt, das laut Aussage des Buches einen noch größeren klimaschädlichen Einfluss haben soll als das Methangas. Böden verlieren ihre Fruchtbarkeit, Monokulturen schaden der biologischen Vielfalt.

Nachhaltige Landwirtschaft statt Monokulturen

Idel propagiert in ihrem Buch die nachhaltige Weidehaltung als Lösung. Dabei trägt entstehender Kohlenstoff dazu bei, als Humus die Bodenfruchtbarkeit zu fördern. Entscheidend sei die Art und Weise, wie Rinder gehalten werden: Bei nachhaltiger Weidewirtschaft sei die Klimabilanz des Rindes eine ganz andere als bei Intensivmast mit Kraftfutter.

Das Buch "Die Kuh ist kein Klima-Killer!" ist für 18 Euro im Buchhandel erhältlich.