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Moratorium

Niederlande stoppt Fracking an der deutschen Grenze

Das kommerzielle Fracking ist in den nächsten fünf Jahren in den Niederlanden verboten. Die Regierung verhängte dazu ein Moratorium, wodurch die umstrittene Methode auch an der Grenze zu Deutschland vorerst untersagt bleibt.

Hydraulic Fracturing© Nightman1965 / Fotolia.com

Den Haag/Düsseldorf (dpa/red) - Die Niederlande haben ein fünfjähriges Moratorium für das kommerzielle Fracking verhängt. Damit sind auch die Überlegungen zur Förderung von Schiefergas in der deutsch- niederländischen Grenzregion erst einmal gestoppt. Nordrhein- Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zeigte sich am Dienstag erfreut. "Für mich ist völlig klar, dass Fracking mit gravierenden Folgen in unseren dicht besiedelten Regionen nicht verantwortbar wäre", sagte sie.

Endgültige Entscheidung steht noch aus

Die Niederlande hätten beschlossen, die drei bereits vergebenen Genehmigungen für Forschungen durch Unternehmen nicht zu verlängern, sagte Wirtschaftsminister Henk Kamp in Den Haag. Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung des Schiefergases und über weitere Probebohrungen solle zum Jahresende fallen. Es gebe "noch viele Unklarheiten" über die Effekte des Bohrens nach Schiefergas, hieß es.

Fracking ist wegen der Risiken umstritten

Beim Fracking wird mit hohem Druck ein Cocktail aus Wasser, Sand und Chemikalien in sehr tief liegende Gesteinsschichten gepresst, um sie aufzusprengen und so an Gas zu kommen. Kritiker sehen darin unkalkulierbare Risiken für die Umwelt und das Trinkwasser.

Quelle: DPA