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Energieeffizienz

NRW fördert Kommunen beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung

Die NRW-Landesregierung will die Kommunen beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unterstützen. Spezielle Modellkommunen sollen dafür Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro bekommen, wie das Umweltministerium am Mittwoch in Düsseldorf ankündigte. KWK gilt als besonders energieeffiziente Stromerzeugung.

Gasheizung© Markus Marb / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Finanzielle Unterstützung erhielten Projekte, die einen Modellcharakter besäßen und auch auf andere Gemeinden übertragen werden könnten. Zunächst können sich Interessierte bis Ende Januar beim Wettbewerb "KWK-Modellkommune 2012-2017" mit Konzepten beteiligen.

Daraus soll klar hervorgehen, wie der Fernwärmeausbau in den kommenden Jahren erfolgen soll. Die besten 15 Projekte erhalten zunächst fünf Millionen Euro. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren bleiben dann drei Kommunen übrig. Zusammen mit einem Sonderpreis werden an diese Projekte noch einmal 20 Millionen Euro ausgeschüttet.

Hohe Energieeffizienz soll genutzt werden

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) sieht in der KWK-Technik einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. "Kraft-Wärme-Kopplung ist der schlafende Riese der Zukunftsenergien. Wir wollen jetzt dieses bisher ungenutzte Potenzial heben", sagte Remmel. Bis 2020 soll in NRW der Anteil des Stroms, der mit KWK-Anlagen erzeugt wird, auf 25 Prozent steigen. Bislang sind es etwa zwölf Prozent.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden in einem Kraftwerk Strom und Wärme gleichzeitig produziert. Die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, wird dabei ausgekoppelt und zum Heizen genutzt. Brennstoffe sind in der Regel Kohle und Erdgas, zunehmend auch Biogas. KWK gilt als besonders effizient. In konventionellen Anlagen werden nur zwischen 40 und 60 Prozent der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt, in KWK-Anlagen sind es bis zu 90 Prozent.