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Rückendeckung

NRW-Landtag unterstützt Ablehnung von Fracking

Die rot-grüne Landesregierung erhält für ihre ablehnende Haltung des umstrittenen sogenannten Frackings Rückendeckung vom Parlament. SPD, Grüne und Piraten stimmten am Freitag für einen entsprechenden Antrag. Fracking ist hoch umstritten, weil durch die in den Boden gepressten Chemikalien eine Verschmutzung der Umwelt und eine Verunreinigung des Grundwassers befürchtet wird.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Angesichts der derzeit verfügbaren Informationen über mögliche Umweltbelastungen sei es "unverantwortlich", die Bohrungen zur Suche und Gewinnung von Erdgas vorzunehmen, sagte der SPD-Energieexperte Thomas Eiskirch. Allerdings sei es "fahrlässig", die Nutzung der Lagerstätten für alle Zeiten auszuschließen.

CDU will Fracking komplett untersagen

Der CDU gehen diese Positionen nicht weit genug. Sie fordert, das Fracking mit chemischen Mitteln komplett zu untersagen. Die FDP will die Technologie hingegen noch weiter erforschen. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hatte Anfang September angekündigt, den Einsatz der Fracking-Technologie bis auf weiteres nicht zu genehmigen. Grund sind nicht auszuschließende Umweltgefahren. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in das Gestein gepresst, um es aufzubrechen und das Gas freizusetzen.