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Keine Lösung mehr

Nun meldet auch Flexgas Insolvenz an

Nachdem ein ausländischer Investor, der Flexgas hätte übernehmen sollen, zurückgetreten ist, hat nun auch der Gasanbieter Flexgas Insolvenz angemeldet. Eigentlich sollte dessen Geschäft mit Hilfe des Investors fortgeführt werden. Vor zwei Wochen hatten bereits Flexstrom und zwei weitere Tochterunternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.

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Berlin (AFP/red) - Nach dem Stromanbieter Flexstrom ist nun auch dessen Erdgas-Tochter Flexgas pleite. Flexgas habe Insolvenz angemeldet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Der ausländische Investor, der Flexgas übernommen habe, sei vom Kaufvertrag zurückgetreten.

"Rekordwinter" sei mitschuldig

Angekündigte Zahlungen seien nicht zur Verfügung gestellt worden. Durch den Rücktritt des Investors habe "keine tragfähige Lösung" für Flexgas mehr gefunden werden können, teilte das Unternehmen mit. Auch der "Rekordwinter" habe den Gasanbieter belastet. Das Unternehmen habe mehr Gas einkaufen müssen und dafür im Auftrag der Kunden finanziell in Vorleistung gehen müssen.

Belieferung mit Gas ist sichergestellt

Flexgas hat nach eigenen Angaben eine fünfstellige Anzahl an Kunden in ganz Deutschland. Für sämtliche Kunden sei "eine lückenlose Versorgung sichergestellt", teilte das Unternehmen mit. Im Zweifelsfall übernehme das örtliche Versorgungsunternehmen die Belieferung.

Flexstrom und zwei Töchter hatten Mitte April Insolvenz erklärt

Flexstrom sowie die Tochterfirmen Löwenzahn Energie und OptimalGrün hatten am 12. April Insolvenz erklärt. Als Grund nannte das Flextrom vor allem die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Kunden. Flexstrom versorgte rund 500.000 Kunden. Flexgas sollte an einen Investor verkauft und weitergeführt werden.

Quelle: AFP