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Deloitte-Report

Öl und Gas werden wichtige Energieträger bleiben

Für die nächsten 25 Jahre prognostiziert der Deloitte-Report Öl und Gas eine weiterhin wichtige Rolle bei der Energieversorgung. Ein immenser Energiebedarf werde vor allem durch die asiatischen Länder erzeugt. Gas aus unkonventionellen Lagerstätten ist ebenfalls ein wichtiges Thema.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Düsseldorf/München (red) - So sieht der "Oil and Gas reality check 2011" des Dienstleisters Deloitte Asien als zentralen Einflussfaktor für die globalen Energiemärkte. Die weiter stark zunehmende Bedeutung der asiatischen Volkswirtschaften, ihre Dynamik sowie der asiatische Anteil an der Weltbevölkerung sind wesentliche Treiber. Daraus resultiert ein immenser Energiebedarf.

Boom bei unkonventionellem Gas

Einen starken Zuwachs prognostiziert der Report dem unkonventionellen Gas, also Erdgas aus alternativen Quellen wie Schiefer. Neu entdeckte Vorkommen in den USA könnten Perspektiven auf weitgehende Importunabhängigkeit oder sogar Exporte eröffnen. Der derzeit noch niedrige Preis werde deutlich steigen. Auch China verstärke seine Erschließung von unkonventionellen Gasvorkommen und damit die Bemühungen um Autarkie. Im Reich der Mitte werde allein der Bedarf an konventionellem flüssigen Erdgas (LNG) bis 2030 um 41 Prozent ansteigen, so die Prognose der Analysten.

Öl und Gas bleiben wichtig

Obwohl der Anteil alternativer Energie am Gesamtvolumen stetig wächst, konzentrieren sich laut Report die großen staatlichen Energieunternehmen weiterhin auf Öl und Gas. Beim Öl werde die Nordsee trotz weltweiter Suche nach neuen Vorkommen auch weiterhin eine wichtige Ressource bleiben. Die klassischen "Ölstaaten" des nahen Ostens werden aus Gründen der Politik und der Infrastruktur an Bedeutung verlieren, vermutet man weiter. Dafür würden sich Russland und China stärker annähern.