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Österreich: Geplante Gesetzesänderung ärgert Gasbranche

Mehr Wettbewerb und Transparenz, aber auch mehr Schutz für die Verbraucher soll die Novellierung des Gaswirtschaftsgesetzes in Österreich bringen. Sollte der Entwurf durchgehen, könnten sich Verbraucher über eine kürzere Frist beim Anbieterwechsel und eine Informationspflicht freuen.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Salzburg (red) - Die Gasbranche selber freut sich weniger über den Entwurf, der jetzt zur Begutachtung gegeben wurde. Sie befürchtet laut Salzburger Nachrichten mehr Bürokratie und höhere Kosten. Tatsächlich soll die Anzahl der Paragraphen von 79 auf 171 steigen.

Die geplanten Änderungen

Beim Lieferantenwechsel soll die Frist auf drei Wochen gesenkt werden, bisher dauerte dies bis zu acht Wochen. Das Ab- und wieder Anschalten des Gases soll dann höchstens 30 Euro kosten, wo bisher oft mehr als 100 Euro fällig wurden. Auch die Vorauszahlungen an die Gasanbieter sollen auf eine Monatsrate begrenzt werden.

Außerdem will man ein Recht auf Grundversorgung gesetzlich verankern. Bei der Regulierungsbehörde E-Control soll eine zentrale Anlauf- und Beschwerdestelle eingerichtet werden, für Werbematerial und Rechnungen soll eine Pflicht zu mehr Information entstehen. Gerade auch dieser Punkt "übertriebener Informationspflichten" wird von der Gasbranche kritisiert.