Startseite
Offshore

Oettinger will höchste Sicherheit für Gas- und Ölförderung

EU-Energiekommissar Günther Oettinger strebt für die Erdöl- und Gasförderung auf europäischen Meeren die "weltweit strengsten Sicherheitsnormen" an. Der Energiekommissar erinnerte daran, dass in europäischen Gewässern beinahe 1000 Erdöl- und -gasanlagen in Betrieb seien.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - In der Nordsee unterlägen Bohrungen den weltweit strengsten Sicherheitsregelungen, "aber in anderen Regionen besteht Verbesserungsbedarf", schrieb Oettinger in einem Gastbeitrag für das "Hamburger Abendblatt". Derzeit würden zwar nur in 13 Mitgliedstaaten Offshore-Aktivitäten betrieben, "Unfälle machen aber bekanntlich nicht an Landesgrenzen halt", warnte Oettinger.

EU-Normen sollen auch international eingehalten werden

Von EU-Unternehmen sollte zudem erwartet werden, dass sie die EU-Sicherheitsnormen stets auch bei Aktivitäten außerhalb der Europäischen Union anwenden, forderte der Energiekommissar. Es müsse garantiert werden, dass jeder Betreiber innerhalb der EU dieses hohe Sicherheitsniveau einhalte. "Dies kann am besten von den nationalen Behörden kontrolliert werden."

Er wies darauf hin, dass die Offshore-Energiegewinnung für die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit in Europa eine entscheidende Rolle spiele. "Über 90 Prozent des in der EU produzierten Erdöls und 60 Prozent des in der EU gewonnenen Erdgases werden aus dem Meeresboden gefördert."