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Anbindung

Opal-Gasleitung im Erzgebirge mit Tschechien verbunden

Die Erdgasleitung Opal (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) hat am Dientag bei Olbernhau/Brandov die deutsch-tschechische Grenze erreicht. Mit der Querung des Grenzflusses Natzschung erfolge die Anbindung an das tschechische Erdgastransportsystem, so Geschäftsführer Bernd Vogel.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Olbernhau (dapd/red) - Das sagte Vogel, Geschäftsführer der Wingas-Tochter Opal Nel Transport GmbH, in Olbernhau. Der Netzbetreiber plane die Inbetriebnahme zusammen mit dem ersten Strang der deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream im Oktober 2011.

Mit der Ostseepipeline erhielten europäische Kunden einen direkten Zugang zu den großen russischen Erdgasreserven in Sibirien. Damit werde die Energieversorgung in Europa nachhaltig gestärkt.

Staatssekretär Hartmut Fiedler vom sächsischen Wirtschaftsministerium sagte, durch grenzüberschreitende Verbindungen wachse der europäische Energiemarkt weiter zusammen. Dies diene dem politischen Ziel von mehr Wettbewerb. Außerdem werde mit der neuen Fernleitung die Rolle Sachsens als Energiedrehscheibe in Deutschland und Europa weiter gestärkt. In den vergangenen 20 Jahren seien mehr als 200 Millionen Euro in das durch Sachsen führende Leitungssystem investiert worden.

Nach Angaben des Netzbetreibers ist Opal mit einer Kapazität von 36 Milliarden Kubikmetern pro Jahr und einem Durchmesser von 1,40 Metern die größte in Europa verlegte Erdgasleitung. Die Wingas-Gruppe und die E.ON Ruhrgas AG investierten zusammen rund eine Milliarde Euro.

Die insgesamt 470 Kilometer lange Trasse führt von Lubmin an der Ostsee durch Brandenburg und Sachsen nach Olbernhau. Bislang sind den Angaben zufolge 400 Kilometer verlegt. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern soll die Verlegung bis Jahresende abgeschlossen sein. Der Abschnitt in Brandenburg sei noch im Bau. Außerdem würden in den nächsten Monaten eine Gasübernahmestation in Lubmin und eine Verdichterstation in Baruth südlich von Berlin errichtet.