Startseite
Baubeginn

Ostseepipeline: Das erste Verlegeschiff ist unterwegs

Der Bau der deutsch-russischen Ostseepipeline von Wyborg nach Lubmin soll am 9. April etwa 60 Kilometer vor der Küste von Gotland beginnen. Ein erstes Verlegeschiff befinde sich seit Sonntag auf dem Weg von Rotterdam in die Ostsee, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Berlin.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Gotland, Schweden (ddp/red) - Bei dem Spezialschiff "Castoro 6" handle es sich um ein 152 Meter langes, halbtauchendes Verlegeschiff des italienischen Unternehmens Saipem. Es war zuletzt unter anderem bei der Verlegung der Blue-Stream-Pipeline im Schwarzen Meer sowie der Dolphin Pipeline im Persischen Golf eingesetzt worden.

Die "Castoro 6" werde von zwei Ankerziehschleppern in ihr künftiges Einsatzgebiet bugsiert, wo sie in den nächsten Tagen durch ein stabiles Ankersystem über dem künftigen Trassenkorridor positioniert werden soll.

Insgesamt sollen auf See drei Verlegeschiffe die Rohrsegmente der Trasse miteinander verschweißen und auf dem Ostseegrund verlegen. Neben der "Castoro 6" kommen auch die "Castoro 10" in der Nähe der deutschen Küste sowie die "Solitaire" im Finnischen Meerbusen zum Einsatz.

Der erste Strang der 1224 Kilometer langen Trasse soll 2011 in Betrieb gehen und künftig jährlich bis zu 27,5 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Westeuropa liefern. Ein Jahr später soll die zweite Parallelleitung angeschlossen werden.