szmtag
05.07.2010, 11:47 Uhr

Gas-News

Im Bau

Ostseepipeline erreicht deutsches Festland

Die deutsch-russische Ostseepipeline hat das europäische Festland erreicht. Der erste vorgefertigte Strang sei bereits am Samstag mit einer Hochleistungswinde vom Greifswalder Bodden an den Strand von Lubmin bei Greifswald gezogen worden, teilte das Betreiberkonsortium Nord Stream am Montag mit.

Lubmin (ddp-nrd/red) - Die jeweils zwölf Meter Rohrsegmente wurden an Bord des italienischen Verlegeschiffs "Castoro 10" zusammengeschweißt, das vor einer Woche etwa einen Kilometer von der Küste entfernt vor Anker ging. Anschließend wurde der 1000 Meter lange Rohrstrang mit Schwimmkörpern versehen, zu Wasser gelassen und durch einen vorgefertigten Spundwandgraben an Land gezogen.

Derzeit bewege sich das Verlegeschiff in Richtung des zentralen Greifswalder Boddens, sagte Nord Stream-Sprecher Steffen Ebert. Im Vorfeld der Pipelineversenkung seien bereits 7,3 des insgesamt 27 Kilometer langen Unterseegrabens ausgehoben worden. Damit liege der Bau voll im Zeitplan, betonte Ebert. Für Mitte Juli sei die Anlandung des zweiten Pipelinestrangs geplant. Im Seegebiet vor Schweden und Finnland seien inzwischen etwa 190 der insgesamt 1220 Kilometer langen Trasse verlegt worden.

Die Ostseepipeline soll nach ihrer Fertigstellung 2012 jährlich rund 55 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Lubmin transportieren.

© 2001-2012 gas-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Gas-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Ostseepipeline erreicht deutsches Festland

"
  • Franzosen wollen sich bei Ostsee-Gaspipeline einkaufen
    Pipeline;Erdgas;Gazprom
    Kurz vor Baubeginn der Gaspipeline Nord Stream unter der Ostsee zeichnet sich Frankreichs Einstieg in das Vorhaben ab. Der französische Gaskonzern GDF Suez und der russische Energieriese Gazprom hätten "große Fortschritte" in ihren Verhandlungen gemacht, hieß es.
  • Bau der Ostsee-Pipeline kann beginnen
    Pipeline;Erdgas;Gazprom
    Der Bau der Ostseepipeline von Russland nach Deutschland kann im kommenden Jahr beginnen. Als letzter der fünf Anrainerstaaten erteilte Russland die Genehmigung zur Verlegung des Gasstrangs durch seine Hoheitsgewässer, wie der Projektbetreiber Nord Stream am Freitag mitteilte.