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Im Bau

Ostseepipeline erreicht deutsches Festland

Die deutsch-russische Ostseepipeline hat das europäische Festland erreicht. Der erste vorgefertigte Strang sei bereits am Samstag mit einer Hochleistungswinde vom Greifswalder Bodden an den Strand von Lubmin bei Greifswald gezogen worden, teilte das Betreiberkonsortium Nord Stream am Montag mit.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/red) - Die jeweils zwölf Meter Rohrsegmente wurden an Bord des italienischen Verlegeschiffs "Castoro 10" zusammengeschweißt, das vor einer Woche etwa einen Kilometer von der Küste entfernt vor Anker ging. Anschließend wurde der 1000 Meter lange Rohrstrang mit Schwimmkörpern versehen, zu Wasser gelassen und durch einen vorgefertigten Spundwandgraben an Land gezogen.

Derzeit bewege sich das Verlegeschiff in Richtung des zentralen Greifswalder Boddens, sagte Nord Stream-Sprecher Steffen Ebert. Im Vorfeld der Pipelineversenkung seien bereits 7,3 des insgesamt 27 Kilometer langen Unterseegrabens ausgehoben worden. Damit liege der Bau voll im Zeitplan, betonte Ebert. Für Mitte Juli sei die Anlandung des zweiten Pipelinestrangs geplant. Im Seegebiet vor Schweden und Finnland seien inzwischen etwa 190 der insgesamt 1220 Kilometer langen Trasse verlegt worden.

Die Ostseepipeline soll nach ihrer Fertigstellung 2012 jährlich rund 55 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Lubmin transportieren.