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Power-to-Gas-Technologie

Pilotanlage speist Wasserstoff aus Windstrom ins Netz

Der Energiekonzern E.on hat in einer Pilotanlage im brandenburgischen Falkenhagen erstmals aus Windkraft erzeugten Wasserstoff ins Erdgasnetz eingespeist. Mit der so genannten Power-to-Gas-Technologie soll eines der Kardinalprobleme der Energiewende angegangen werden: die fehlenden Speicher.

Alternative Energie© visdia / Fotolia.com

Düsseldorf/Falkenhagen (dpa/red) - Die sogenannte Power-to-Gas-Technologie soll dazu dienen, überschüssigen Ökostrom sinnvoll zu verwenden. Der einstündige Testbetrieb sei erfolgreich verlaufen, Ende August werde die offizielle Inbetriebnahme der Anlage folgen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Weiterverarbeitung zu Methangas möglich

In der Anlage werden mit 2 Megawatt Leistung von einem nahe gelegenen Windpark aus Wasser per Elektrolyse 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde erzeugt. Der Wasserstoff kann in begrenzten Mengen ins Gasnetz eingespeist werden. Technisch möglich ist auch die Weiterverarbeitung zu Methangas, das sich ohne Mengenauflagen im Gasnetz speichern und nach Bedarf wieder zu Strom zurückverwandeln lässt. Bei den Umwandlungsprozessen geht allerdings viel Energie verloren.

Technik soll sich nun im Alltag bewähren

Fehlende Speichermöglichkeiten für Strom sind eines der Kernprobleme der Energiewende. Mit dem rasanten Ausbau der Wind- und Sonnenstrom-Kapazitäten übersteigt etwa bei Starkwind und Sonnenschein in den Mittagsstunden vielfach die Produktion regional schon den Bedarf. Die Technologie könne bei diesen Problemen sicher helfen, sagte ein E.on-Sprecher. Sie müsse sich nun im Alltagsbetrieb bewähren und auch ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen. Für eine zweite Anlage in Hamburg ist demnächst der erste Spatenstich geplant.

Quelle: DPA