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Gasstreit

Reduzierte Gaslieferungen in die Slowakei

Zu den Gaslieferungen aus Russland hat sich nun auch die Slowakei zu Wort gemeldet. Der über die Ukraine geleitete Transit ist reduziert worden, sagte der ukrainische Energieminister Juri Prodan. In den vergangenen Tagen war ähnliches von Polen sowie dem Energiekonzern Eon beklagt worden.

Gaspipeline© svitdoll / Fotolia.com

Kiew (dpa/red) - Im Streit um angeblich verringerte Gaslieferungen nach Westeuropa hat der russische Konzern Gazprom nach Angaben aus Kiew und Bratislava den Transit durch die Ukraine massiv gesenkt. Über Uschgorod im Westen des Landes "findet ein Transit statt, doch wurde er um 25 Prozent reduziert", sagte der ukrainische Energieminister Juri Prodan am Mittwoch in Kiew. Der slowakische Gaskonzern SPP teilte nach einem Bericht der Kiewer Agentur Unian mit, die Lieferungen seien bereits den zweiten Tag in Folge geringer ausgefallen.

Auch Eon und Polen meldeten weniger Gas

Auch Polen und der deutsche Energiekonzern Eon hatten in den vergangenen Tagen geklagt, dass weniger Gas durch die Pipelines gekommen sei. Russland hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen an die Ukraine mit der Begründung gestoppt, das Land begleiche seine Schulden nicht. Gazprom will nur noch gegen Vorkasse liefern, was Kiew verweigert.

Die EU plant ein Gespräch mit Vertretern Russlands und der Ukraine zu den Gaslieferungen. Ein Termin steht noch nicht fest.

Quelle: DPA