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Offene Fragen

Regierung will Fracking offenbar nicht zulassen

Die Bundesregierung will einem "Spiegel"-Bericht zufolge vorerst keine Erdgasförderung aus Schiefergestein in Deutschland zulassen. Darauf hätten sich die zuständigen Ressortchefs, Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), geeinigt, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Hamburg/Berlin (dapd/red) - Die Bundesminister wenden sich damit gegen die Pläne von Energiekonzernen, die insbesondere in Nord- und Ostdeutschland auf in Gestein eingeschlossene Erdgasvorkommen gestoßen sind.

Fracking stößt auf massive Vorbehalte

Um an das Gas heranzukommen, muss das Gestein durch sogenanntes Fracking mit einer Mischung aus heißem Wasser, Sand und teils giftigen Zusatzstoffen aufgebrochen werden. In den betroffenen Regionen haben sich aus Sorge vor Grundwasserverschmutzungen bereits einige Bürgerinitiativen gegründet.

Erst Gutachten, dann Bewertung

Aus Sicht des Wirtschaftsministers sind beim "Fracking" noch viele Fragen offen. Diese sollen auf Basis eines unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtens geprüft werden. Erst auf Basis der Ergebnisse des Gutachtens sei eine genaue Bewertung möglich, hieß es auf dapd-Anfrage aus dem Bundeswirtschaftsministerium.