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Ermittlungen

Russische Gasanbieter sollen Steuern hinterzogen haben

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main ermittelt offenbar wegen des Verdachts des Steuerhinterziehung in Millionenhöhe bei Geschäften im russischen Energiesektor. Diese seien von Deutschland aus gelenkt worden und hätten auch in der Bundesrepublik versteuert werden müssen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabmeldung vom Sonntag. Der Schaden für den Fiskus betrage 600 Millionen Euro. Die Anwälte der Beschuldigten widersprächen dem Vorwurf, heißt es in dem Bericht.

Gazprom soll einer der Käufer gewesen sein

Informationen der Zeitung zufolge handelt es sich um Unternehmen aus dem russischen Gasmarkt, die Anteile an ihren Firmen über eine Handelsgesellschaft in Zypern veräußert haben. Einer der Käufer soll der Gasanbieter Gazprom gewesen sein. Bei den Transaktionen sei ein Gewinn von 1,5 Milliarden Euro gemacht worden. Ein Teil der Gesellschaft in Zypern befinde sich in deutschem Besitz und ein deutscher Geschäftsmann habe dort ein Amt inne. Daher gingen die Fahnder davon aus, dass die Geschäfte aus Deutschland gelenkt worden seien.