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Engpässe vermeiden

Russland erwägt Strom- und Gaslieferungen an Japan

Russland prüft derzeit mehrere Projekte, um Strom und Gas nach Japan zu liefern. Wie die russische Zeitung "Iswestija" am Montag berichtete, ist eine Option die Errichtung eines grenzübergreifenden Netzwerks, das die Stromnetze Russlands, Japans, Chinas, Südkoreas und der Mongolei verbinden würde.

Erdgas© sss78 / Fotolia.com

Moskau (AFP/red) - Von japanischer Seite war demnach bereits im August auch die Verlegung eines Unterseekabels zwischen Japan und Russland vorgeschlagen worden, außerdem der Bau einer Gaspipeline von dem Inselstaat zum asiatischen Festland.

Die meisten Reaktoren stehen still

Aufgrund der Katastrophe von Fukushima stehen derzeit fast alle der mehr als 50 japanischen Atomreaktoren vorläufig still. Im September hatte die Regierung in Tokio angekündigt, das Land wolle bis 2040 schrittweise aus der Nutzung der Atomkraft aussteigen. Geplant sind neben Energiesparmaßnahmen stattdessen die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien, aber auch die wieder stärkere Nutzung fossiler Energiequellen wie Kohle und Gas.

Offenbar Präferenz für Stromkabel

Dem Bericht von "Iswestija" zufolge könnten auf der russischen Halbinsel Sachalin, nicht weit von Japan entfernt, neue Kohlekraftwerke zur Versorgung des Nachbarlandes gebaut werden. Auch der Bau einer Gasleitung zur Belieferung japanischer Kraftwerke wird demnach auf russischer Seite "aktiv geprüft". Allerdings gebe es in der russischen Regierung eine Präferenz für die Verlegung eines Stromkabels.

Quelle: AFP