Startseite
Einigung

Russland und Weißrussland nähern sich im Gasstreit an

Zwischen Russland und Weißrussland scheint sich endlich der Streit um die Gaslieferungen zu entspannen. Für Weißrussland soll das russische Gas bedeutend günstiger werden.

Russland© Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

Moskau - Die Bündnispartner Russland und Weißrussland haben sich in einem monatelangen Streit um Gaslieferungen nach Medienberichten auf ein neues Preissystem geeinigt. Für Weißrussland werde russisches Gas dadurch etwa um ein Drittel billiger, berichtete die Moskauer Zeitung "Kommersant" am Freitag. Die Führung in Minsk betonte aber, es sei noch keine endgültige Einigung erzielt worden. "Die Verhandlungen über den Gaspreis gehen weiter", sagte ein Regierungssprecher der Agentur Interfax zufolge.

Neue Vertragsbedingungen für die Gaslieferungen

Weißrussland werde für Gas zunächst das Anderthalbfache des russischen Inlandspreises zahlen, berichtete "Kommersant" unter Berufung auf die Unterhändler. 2025 soll der wichtige Rohstoff in beiden Ländern gleich viel kosten. Außerdem werde der Handel von US-Dollar auf Rubel umgestellt, hieß es. So ergebe sich für 2017 ein Preis von 6.000 Rubel (aktuell 83 Euro) für 1.000 Kubikmeter Erdgas.

Mehrere Streitpunkte zwischen den Ländern

In dem Gasstreit hat Weißrussland bislang Schulden von etwa 265 Millionen Euro auflaufen lassen. Russland wiederum hat Öllieferungen in das Nachbarland gestoppt, mit dem es in einer Zollunion und in der Eurasischen Wirtschaftsunion verbunden ist. Moskau will Weißrussland auch militärisch enger an sich binden durch den Aufbau einer russischen Luftwaffenbasis. Dagegen sträubt sich der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko bislang.

Quelle: DPA