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2. Mai

Russland will über Gasschulden sprechen

Russland hat Gespräche mit der EU und der Ukraine für 2. Mai angekündigt. Bei dem Treffen soll über die Probleme mit den ukrainischen Gasschulden gesprochen werden. Die Ukraine schuldet dem russischen Energiekonzern Gazprom Milliarden. Zuletzt wurden im Zuge der Abspaltung der Krim bisher gewährte Rabatte gestrichen.

Gazprom

Moskau/Bratislava (dpa/red) - Im Streit um ukrainische Gasschulden will Russland an diesem Freitag (2. Mai) in Warschau mit der Europäischen Union und der Führung in Kiew verhandeln. EU-Energiekommissar Günther Oettinger habe dem Treffen bereits zugestimmt, teilte das Energieministerium in Moskau am Montag mit.

Gazprom soll Preise wieder senken

"Die ukrainische Seite sollte in nächster Zeit ihre Teilnahme an den Verhandlungen bestätigen", hieß es. Die nahezu bankrotte Ukraine hat nach Moskauer Angaben mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) Gasschulden beim russischen Staatskonzern Gazprom. Regierungschef Arseni Jazenjuk bot an, die Schulden zu begleichen, falls Gazprom die Preise wieder senke.

Vereinbarung mit der Slowakei

Die Ukraine wird indes künftig Gas aus der Slowakei beziehen können, um weniger abhängig von Russland zu sein. Ein entsprechendes Memorandum wurde am Montag in Bratislava zwischen der slowakischen Gastransitfirma Eustream und ihrem ukrainischen Partner Ukrtransgaz im Beisein von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterzeichnet.

Wie der slowakische Regierungschef Robert Fico nach der Unterzeichnung erklärte, hätte eine Richtungsumkehr über die bestehenden Hauptleitungen eine Verletzung bestehender Verträge zwischen der Slowakei und dem russischen Gaslieferanten Gazprom bedeutet. Mit der Ersatzlösung einer Nebenleitung stünde sofort eine Kapazität von drei Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr zur Verfügung, nach kleineren technischen Verbesserungen bis neun Kubikmeter. Slowakische Verträge mit Gazprom würden dadurch nicht verletzt.

Quelle: DPA