Startseite
Überlegungen

RWE erwägt Ausstieg aus Nabucco-Konsortium

Der Energieriese RWE erwägt, aus der europäischen Gaspipeline Nabucco auszusteigen. "Wir prüfen das Projekt, um zu sehen, ob unter den veränderten Bedingungen unsere kommerziellen und strategischen Vorstellungen immer noch bewahrt sind", sagte eine Konzernsprecherin am Montag.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Essen (AFP/red) - Sie bestätigte damit in Teilen einen "Spiegel"-Bericht vom Wochenende. Hintergrund ist dem Magazin zufolge, dass sich die Kosten von rund acht auf etwa 15 Milliarden Euro fast verdoppelt hätten und nach wie vor keine tragfähigen Gasverträge mit Aserbaidschan und Turkmenistan in Sicht seien.

Abhängigkeit von Russland verringern

Mit der Nabucco-Pipeline will die Europäische Union den Zugang zu neuen Gasreserven in Zentralasien erschließen und die Abhängigkeit Europas von russischem Pipeline-Gas verringern. Allerdings musste das Konsortium Ende April schwere Probleme mit dem Großprojekt einräumen. So bestätigte der ungarische Ölkonzern MOL seinen Ausstieg aus dem Pipeline-Konsortium. Laut "Spiegel" bereiteten auch RWE-Manager bereits Politiker in Berlin und Brüssel auf einen möglichen Rückzug aus dem Konsortium vor.

Quelle: AFP