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Ausverkauf

RWE gibt Gaskraftwerk Duisburg-Huckingen ab

Der Verkauf bei RWE geht in die nächste Runde. Der Energiekonzern gab nun das Gaskraftwerk Duisburg-Huckingen für 100 Millionen Euro ab. Im Zuge der Energiewende steht die gesamte Branche unter Druck. RWE hat neben Verkäufen auch auf Sparprogramme gesetzt, darunter auch auf Stellenstreichungen.

RWE© RWE AG

Essen (dpa-AFX/red) - Das Unternehmen gibt das Gaskraftwerk Duisburg-Huckingen für 100 Millionen Euro an die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) ab, wie RWE am Dienstag mitteilte. Beide Unternehmen vereinbarten zudem, dass RWE das Kraftwerk mindestens bis Ende 2024 weiter betreiben wird, hieß es. Die entsprechenden Gremien müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Blöcke erst kürzlich modernisiert

Das Gaskraftwerk befindet sich auf dem Gelände der HKM in Duisburg-Huckingen. Es verfügt über zwei Blöcke mit je 320 Megawatt Leistung, die in den Jahren 1975 beziehungsweise 1976 erstmalig ans Netz gingen. Die Blöcke wurden den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren modernisiert.

Gesamte Branche betroffen

RWE leidet wie die gesamte Branche unter den Folgen der Energiewende sowie unter einbrechenden Strom-Großhandelspreisen. Das Unternehmen steuert mit Kostensparprogrammen gegen, bis 2016 sollen etliche Arbeitsplätze gestrichen oder durch Verkauf abgegeben werden. RWE trennt sich von Unternehmensteilen, um Geld in die Kasse zu spülen. So brachte etwa der Verkauf des tschechischen Gasunternehmens Net4Gas 1,6 Milliarden Euro ein. Auch die Dividende wurde zuletzt halbiert.