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Schadenersatz gefordert

RWE hat Ärger mit arabischem Gaskonzern

Der Streit mit einem arabischem Gaskonzern könnte RWE teuer zu stehen kommen. Einem Bericht zufolge fordert "Dana Gas" Schadenersatz in Milliardenhöhe von dem deutschen Energiekonzern. Hintergrund sollen die gescheiterten Pläne für die Nabucco-Pipeline sein.

RWE

Essen (dpa/red) - Dem angeschlagenen Energiekonzern RWE droht neuer Ärger. Die "Rheinische Post" (Freitag) berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, der arabische Gaskonzern Dana Gas, der seinen Sitz in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat, wolle von Deutschlands zweitgrößtem Versorger Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangen.

RWE-Tochter hat Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt

Eine RWE-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage, ein Schiedsgericht in London habe bereits im Frühjahr festgestellt, dass die RWE-Handelstochter Supply & Trading eine Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt und damit den Interessen der Unternehmen Dana Gas und Crescent Petroleum geschadet habe. Sie betonte aber gleichzeitig, es sei noch völlig offen, was dies für mögliche Schadenersatz-Forderungen bedeute. Aus Sicht des Essener Konzerns sei das "ganze Verfahren nicht gerechtfertigt".

Entscheidung wohl erst 2016

Über die Höhe möglicher Forderungen soll laut Dana Gas in einem zweiten Schritt noch in diesem Jahr vor dem Schiedsgericht verhandelt werden. Mit einer Entscheidung rechnet RWE erst 2016. Hintergrund des Streits sind der "Rheinischen Post" zufolge die gescheiterten Pläne zum Bau der Nabucco-Pipeline durch die Türkei und Südosteuropa, an denen RWE beteiligt war.

Quelle: DPA