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Erneuerbare Energien

RWE plant Öko-Ausbau mit Windkraft und Biogas

RWE plant, seine Erzeugungskapazitäten in NRW im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 stark auszubauen. Ein geographischer Schwerpunkt soll das Rheinische Braunkohlenrevier sein. Technologisch will man sich vor allem auf die Segmente Windenergie und Biogas konzentrieren.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Essen (red) - Bis 2020 will RWE insgesamt bis zu 500 Megawatt zugebaut haben und in den nächsten drei Jahren will man auf 300 Megawatt kommen (jetzt 100 MW).

Rekultivierungsflächen des Tagebaus nutzen

Noch in diesem Jahr will RWE mit dem Bau eines Windparks mit 20 MW in der Gemeinde Titz beginnen. Die zehn knapp 150 Meter hohen Windkraftanlagen sollen im Sommer 2012 bereits Strom erzeugen. Zudem soll ein Windpark in der Gemeinde Jüchen entstehen, der aus vier Anlagen der 3-Megawatt-Klasse besteht. Die Genehmigungen für beide Parks hofft RWE Innogy im Herbst dieses Jahres zu erhalten. Der Windpark in Jüchen soll auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Garzweiler entstehen. So könne mit wenigen Anlagen ein maximaler Windertrag erzielt und einer Verspargelung der Landschaft entgegengewirkt werden.

RWE Innogy startet noch in diesem Jahr mit dem Bau der Offshore-Windparks Nordsee Ost (295 MW) in der deutschen Nordsee und Gwynt y Môr (576 MW) vor der walisischen Küste.

Biogasanlage in Bergheim Pfaffendorf geplant

Zudem plant RWE, in Bergheim Paffendorf eine 7,4 MW-Biogasanlage zu errichten. RWE Innogy will die Anlage bauen und betreiben, RWE Power wird das gesamte Rohstoffmanagement übernehmen. Zur Versorgung der Anlage soll auf einen breitgefächerten Rohstoffmix aus zum Beispiel Mais- und Ganzpflanzensilage, Zuckerrübe und Luzerne sowie Gülle zurückgegriffen werden. Teile der Rohstoffe können aus dem Umfeld der Tagebaue geliefert werden. Der überwiegende Rohstoffbedarf soll aber aus der regionalen Landwirtschaft gedeckt werden. Das in der Anlage in Paffendorf erzeugte Rohbiogas soll auf Erdgasqualität aufbereitet, als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist und in KWK-Anlagen in der Region eingesetzt werden. Das Gesamtinvestment liegt bei rund 13 Mio. Euro.