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Großbritannien

RWE schließt weltgrößtes Biomasse-Kraftwerk

Der Essener Energiekonzern RWE schließt Ende Oktober sein Biomassekraftwerk im britischen Tilbury, das mit 750 Megawatt weltweit größte Kraftwerk dieser Art. Für den Weiterbetrieb wären Investitionen nötig gewesen, die sich angesichts der schwierigen Marktsituation nicht gerechnet hätten, sagte ein RWE-Sprecher.

Pelletheizung© Niclas Bergqvist / Fotolia.com

Essen/Tilbury (dpa/red) - Auch in Großbritannien sind die Preise im Stromgroßhandel und damit die Erlöse der Konzerne erheblich gefallen. Das ehemalige Kohlekraftwerk war erst 2010 auf Biomasse-Pellets umgestellt worden. In einer Mitteilung erklärte der Technikvorstand von RWE Generation, Roger Miesen, das Unternehmen glaube trotz der Schließung von Tilbury weiter an die Zukunft von Biomasse-Anlagen.

Holzpellets für Europa

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom 7. Juli ist RWE aber mit dem Biomasse-Geschäft unzufrieden. Der Verkauf kleinerer Anlagen in Tschechien, Deutschland und Italien werde untersucht und auch für das Pelletwerk in den USA würden alle Optionen geprüft, wie eine Sprecherin bestätigte. Das Werk produziert nach Firmenangaben jährlich 750 000 Tonnen Holzpellets für den Export nach Europa.

Quelle: DPA