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Schlichtungsstelle: 14.000 Anfragen in einem Jahr

An die Schlichtungsstelle Energie haben sich im ersten Jahr ihres Bestehens 14.000 Verbraucher gewandt, um Streit mit ihrem Gas- oder Stromversorger zu lösen. Die Schlichtungsstelle soll langwierige und teure Gerichtsverfahren möglichst überflüssig machen und in der Regel binnen drei Monaten ohne Kosten für den Verbraucher eine Einigung bringen.

GaspreiseBei Vertragsstreitigkeiten hilft die Schlichtungsstelle Energie.© photoGrapHie / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Laut Schlichtungsstelle bitten die Kunden zweier Versorger die Einrichtung am häufigsten um Hilfe. Mehr als jeder zweite Antrag werde von Kunden dieser beiden Unternehmen gestellt, "die ihre Vertragsabschlüsse nahezu ausschließlich über das Internet generieren", teilte Geschäftsführer Thomas Kunde mit, ohne nähere Angaben zu machen. "Hier wird deutlich, welche Unternehmen Wert auf Service und Kundenbetreuung legen und welche nicht."

Vertragliche Streitigkeiten und falsche Zählerstände

In fast jedem zweiten Antrag gehe es um die Abrechnung, beispielsweise um falsche Zählerstände oder Fehler auf der Rechnung, teilte die Schlichtungsstelle am Donnerstag in Berlin mit. Knapp 40 Prozent der Anträge betreffen demnach vertragliche Streitigkeiten wie die Vertragslaufzeit oder den zugesagten Bonus. In zehn Prozent der Fälle gehe es um den Lieferantenwechsel.

Einigung in 90 Prozent der zulässigen Fälle

Die Schlichtungsstelle war am 1. November 2011 an den Start gegangen. An den Verein können sich Verbraucher wenden, die sich bei einem Problem nicht mit ihrem Energieversorger einigen konnten. Im vergangenen Jahr konnte die Einrichtung nach eigenen Angaben in 90 Prozent der zulässigen Fälle eine Einigung erzielen.

Quelle: AFP