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Geothermie

Schweiz gibt Pläne für Erdwärmekraftwerk auf

Knapp zehn Monate nach einem leichten Erdbeben bei St. Gallen haben die Verantwortlichen ihre Pläne für den Bau eines Erdwärmekraftwerks dort begraben. Stattdessen sollten an dem Standort im Gebiet Sittertobel Möglichkeiten zur Erdgasgewinnung geprüft werden, gab der St. Gallener Stadtrat Fredy Brunner am Mittwoch bekannt.

Erdwärme© Giordano Aita / Fotolia.com

St. Gallen (dpa/red) - Arbeiten in dem 4450 Meter tiefen Bohrloch hatten nach Meinung von Experten das Erdbeben der Stärke 3,5 in der Nacht zum 20. Juli 2013 ausgelöst. Dort war am Tag zuvor bei Pumpentests Gas eingebrochen. Für eine eventuelle Gasförderung würde man das vorhandene Bohrloch nutzen. Der Stadtrat werde bis Mitte Januar entscheiden, ob dies im Winter 2015/2016 getestet wird.

Weitere Gründe gegen das Erdwärmekraftwerk

Die Risikoabwägung war laut Brunner nicht allein ausschlaggebend für die Entscheidung, auf den Kraftwerkbau zu verzichten. Es habe sich auch gezeigt, dass die in der Tiefe befindliche Heißwassermenge für den Betrieb eines Kraftwerk zu klein wäre. Hinzu komme, dass eine zweite Tiefenbohrung weder wirtschaftlich noch sicher erscheine.

Quelle: DPA