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Hamburger Hafen

Schwimmendes Gaskraftwerk für Kreuzfahrtschiffe

Das erste schwimmende Flüssiggas-Kraftwerk für Kreuzfahrtschiffe in einem deutschen Hafen ist am Samstag in Hamburg getauft worden. Die "Hummel" soll Aida-Schiffe mit Energie versorgen, während diese im Hafen liegen. 2015 soll zudem eine Landstromversorgung fertiggestellt werden.

Kreuzfahrtschiff© Melanie Dörr

Hamburg (dpa/red) - Die knapp 77 Meter lange Barge - ein Transportschiff ohne eigenen Antrieb - erhielt bei der Taufe im Hamburger Hafen den Namen "Hummel". Fünf Generatoren mit einer Leistung von 7,5 Megawatt sollen in der nächsten Saison die Aida-Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen mit Energie versorgen.

Emissionen im Hafen werden verringert

Die Kreuzer können dann ihre Dieselgeneratoren abschalten und Strom aus umweltfreundlichem Flüssiggas (LNG) beziehen. LNG verursacht keine Schwefeloxide oder Rußpartikel, der Ausstoß von Stickoxiden und CO2 wird deutlich verringert. 2015 soll in Hamburg zudem eine Landstromversorgung für Kreuzfahrtschiffe fertiggestellt werden.

Bei der Taufzeremonie wurde eine Steckverbindung zwischen der Barge der Firma Becker Marine Systems und dem Kreuzfahrtschiff "Aidasol" hergestellt. Das Pilotprojekt sei "ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz, nicht nur für die Hansestadt Hamburg, sondern für die gesamte maritime Industrie", sagte Aida-Chef Michael Ungerer. Die Barge sei ein wichtiger Beitrag zur Senkung der Umweltbelastung im Hafen, erklärte auch der Verband Deutscher Reeder (VDR).

Nabu: Guter Baustein, aber keine Lösung

Die Naturschutzorganisation Nabu begrüßte das Projekt grundsätzlich: "Das Barge-System ist ein guter Baustein, um die mäßige Luftqualität zu verbessern", hieß es. "Eine Lösung der Probleme ist eine LNG-Barge aber nicht." Zum einen sei auch Flüssiggas ein fossiler Brennstoff. Zum anderen müssten Schiffe bei der Abreise ihre Motoren hochfahren, somit würden sofort große Mengen schädlicher Abgase ausgestoßen.

Quelle: DPA