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Energiepartnerschaft

Seehofer will engere Zusammenarbeit mit Russland

Angesichts des geplanten Atomausstiegs Deutschlands hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beim russischen Regierungschef Wladimir Putin für eine Energiepartnerschaft geworben. Wenn es weniger Kernkraftwerke geben solle, dann gehe das nicht ohne Gas, betonte der CSU-Vorsitzende.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Nowo-Ogarjowo (dapd/red) - Für eine beschleunigte Abkehr von der Kernkraft werde es notwendig sein, dass Deutschland und Russland bei Energiegewinnung und -transport "noch ein ganzes Stück enger zusammenrücken als in der Vergangenheit", sagte Seehofer am Mittwoch nach seinem Treffen mit Putin in Nowo-Ogarjowo bei Moskau.

Schneller Atomausstieg nur mit Unterstützung

Denn so schnell lasse sich eine Umstellung auf erneuerbare Energien nicht realisieren. Bayern wolle daher eine deutsch-russische Energiepartnerschaft anstoßen. Putin habe sich "sehr tiefe Gedanken gemacht", wie diese Partnerschaft gelingen könnte, wie der Transport gewährleistet werden könnte. Seehofer kündigte an, diese Gedanken auch beim Gespräch der Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in Berlin mit einzubringen.

Weiteres zentrales Thema des Gesprächs war die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bayern und Russland, insbesondere bei den neuen Technologien und in der Automobilindustrie. Seehofer habe Putin gesagt, dass Bayern zwar Partner auf der ganzen Welt habe, aber die Beziehungen zu Russland werde der Freistaat "strategisch mit größter Priorität vorantreiben".