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Kooperation

Siemens schließt Vertrag über Gasturbinen im Iran

Der deutsche Großkonzern Siemens hat nach dem Ende der Wirtschaftssanktionen einen Kooperationsvertrag mit der iranischen Mapna-Gruppe geschlossen. Zur Verbesserung der iranischen Stromversorgung sollen über die nächsten zehn Jahre Gasturbinen von Siemens in den Iran geliefert und auch dort produziert werden.

Gasflamme© by-studio / Fotolia.com

München (dpa-AFX/red) - Der Industriekonzern Siemens bekommt nach jahrelangen Wirtschaftssanktionen im Iran einen Fuß in die Tür. Mit der örtlichen Mapna-Gruppe unterzeichneten die Münchener nun Vereinbarungen über die Modernisierung der iranischen Stromversorgung, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Siemens-Mapna-Kooperation ist auf zehn Jahre angesetzt

Mapna werde im Land Gasturbinen von Siemens in Lizenz produzieren. Die Kooperation umfasse in den kommenden zehn Jahren auch die Lieferung von 20 Turbinen sowie der zugehörigen Generatoren.

Für ein erstes gemeinsames Projekt sei "in Kürze" die Lieferung von zwei Gasturbinen an das Kraftwerk Bandar Abbas geplant. In Branchenkreisen hieß es, diese Order habe ein Auftragsvolumen im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Siemens ist seit 1868 im Iran aktiv

Siemens macht sich zudem Hoffnung auf Bahn-Großaufträge aus dem Iran. Im Januar hatte der Konzern bekanntgegeben, dass beide Seiten über die Verbesserung der Eisenbahn-Infrastruktur reden wollten. Laut regionalen Medien ging es dabei um die Bahnstrecken von Teheran nach Maschar und nach Isfahan sowie um 500 Züge für die iranische Bahn. Siemens ist bereits seit 1868 in Iran aktiv, hat seit 2010 aber keine Aufträge aus dem Land mehr angenommen.