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Energiegeschäft

Sorgen über Folgen der Geiselnahme in Algerien

Die dramatische Geiselnahme in einer algerischen Gasanlage wirkt sich nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) vermutlich negativ auf das Energiegeschäft des nordafrikanischen Landes aus. Die Geiselnahme am Gasfeld nahe In Aménas an der libyschen Grenze schwebe wie eine "dunkle Wolke" über den Aussichten für den Energiesektor Algeriens.

Gasherd© Patrick J. / Fotolia.com

Paris (AFP) - Das erklärte die in Paris ansässige Agentur am Freitag. Die Produktion in In Aménas sei wegen des Vorfalls vorübergehend eingestellt worden, davon sei auch die Erzeugung von geschätzten 50.000 Barrel Erdöl pro Tag betroffen. Der algerische Energieminister Youcef Yousfi war indes um Schadensbegrenzung bemüht und teilte mit, das ausländischen Partnern zugesagte Gas werde wie geplant geliefert.

Die Politik beeinflusst den Öl- und Gasmarkt zusehends

Nachdem lange die wachsende Nachfrage oder die Finanzkrise Einflussfaktoren für den Ölmarkt waren, wird dieser laut IEA immer häufiger von "politischen Risiken" beeinflusst. Als Beispiel nannte die Agentur unter anderem Syrien, den Iran und Libyen. In ihrem Monatsbericht bezifferte die IEA die weltweite Nachfrage nach Öl in diesem Jahr auf 90,8 Millionen Barrel pro Tag. Dies wäre ein leichter Anstieg von einem Prozent im Vergleich zu 2012.

Quelle: AFP