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Trotz Sanktionen

South Pars: Iran will Erdgas auch im Alleingang fördern

Der Iran will weiter am Ausbau seiner Erdgasförderung festhalten. Trotz Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms, die die Finanzierung bedrohen, will man das South Pars-Gasfeld erschließen. Man sei in der Lage, das Projekt auch allein umzusetzen, so der Leiter der Nutzungsgesellschaft.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Assalujeh (afp/red) - Das von Iran und Katar beanspruchte South Pars-Feld im Persischen Golf gilt als weltweit größtes Erdgasvorkommen. Schabanpur und andere hochrangige Vertreter des iranischen Energiesektors machten in der südlichen Hafenstadt Assalujeh deutlich, dass der Iran das Geld für die Erschließung der Vorkommen selbst aufbringen werde.

Weitere Investitionen geplant

Den Angaben zufolge hat der Iran bereits 48 Milliarden Dollar (35 Milliarden Euro) in das South Pars-Gasfeld investiert. In den kommenden fünf Jahren würden weitere 50 Milliarden Dollar folgen. Die Summe soll offenbar zum Teil über im Inland ausgegebene Staatsanleihen aufgebracht werden.

Die internationalen Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms haben zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Energieprojekten geführt. Westliche Energiefirmen zogen sich aus dem Land zurück. Die Strafmaßnahmen umfassen auch ein Verbot von technischer Hilfe und Technologietransfer in der Öl- und Gasindustrie. Der Westen verdächtigt den Iran, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück und betont den zivilen Charakter des Nuklearprogramms.