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Pipeline-Projekt

South Stream unter dem Meer wohl erst 2013

Für den am Freitag mit großem Pomp gestarteten Bau der Gaspipeline South Stream fehlen einem russischen Pressebericht zufolge noch Genehmigungen, vor allem wegen der Auswirkungen auf die Umwelt. Die Zeitung "Wedomosti" berichtete am Montag, deshalb könne der Bau der Pipeline unter dem Schwarzen Meer erst "im Laufe des kommenden Jahres" beginnen.

Erdgas© sss78 / Fotolia.com

Moskau (AFP/red) - Das Konsortium aus den Konzernen Gazprom, Eni, EDF und Wintershall arbeite zur Zeit noch daran, alle notwendigen Genehmigungen für den Bau zu bekommen. Vor allem das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung liege noch nicht vor.

South Stream soll unter Umgehung der Ukraine Gas nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen. Die Strecke beträgt 2380 Kilometer, 925 Kilometer davon verlaufen unter dem Meer. Das erste Gas soll bereits Ende 2015 bei den Verbrauchern ankommen.

Konkurrent Nabucco meldet auch Verzögerungen

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Anfang des Jahres darauf gedrängt, dass Gazprom bereits Ende 2012 mit dem Bau der Pipeline beginnt. South Stream steht in Konkurrenz zur geplanten Pipeline Nabucco, mit der EU-Staaten ihre Abhängigkeit von russischer Energie verringern wollen. Auch Nabucco kämpft mit Verzögerungen.

Der vom Staat kontrollierte Energieriese Gazprom hat an dem Konsortium, das South Stream baut, einen Anteil von 50 Prozent. Der italienische Energiekonzern Eni ist mit 20 Prozent beteiligt, die französische EdF und die deutsche BASF-Tochter Wintershall zu je 15 Prozent.

Quelle: AFP