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Interessensbekundung

Stadtwerke-Konsortium will Gazprom ins Boot holen

Die Stadtwerkeholding Thüga will die etablierten Stromriesen E.on, RWE, EnBW und Vattenfall auch mit neuen Partnern attackieren. "Die Ära der Stadtwerke hat begonnen", sagt der Thüga-Aufsichtsratschef und Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller der Süddeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe).

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

München (dapd/red) - Mindestens eine Milliarde Euro wolle die Stadtwerkeholding mit Sitz in München in den kommenden Jahren in den Aufbau neuer Ökostrom-Kapazitäten investieren, vor allem in Windparks.

Gasanbieter erwägen gemeinsamen Kraftwerksbau

Thüga-Chef Ewald Woste zeigte sich offen für den Bau gemeinsamer Kraftwerke mit Russlands Gasanbieter Gazprom. "Das Unternehmen ist uns grundsätzlich sehr willkommen. Wir können uns den Bau gemeinsamer Kraftwerke vorstellen", sagte er dem Blatt. Der Konzern habe die finanziellen Mittel und das Lieferpotenzial für gemeinsame Projekte.

Zusammenarbeit mit RWE war gescheitert

Ende des vergangenen Jahres waren Gespräche zwischen den russischen Gasriesen und dem RWE-Konzern über einen möglichen gemeinsamen Kraftwerksbau gescheitert. Beide Gasanbieter einigten sich darauf, die Verhandlungen ergebnislos auslaufen zu lassen.