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Neue Gasleitung

Startschuss für South Stream in Bulgarien

In Bulgarien hat der Bau der russisch-italienischen Gaspipeline South Stream begonnen. Mit der Pipeline soll der Transport russischen Gases durch die Ukraine umgangen werden, die Transitrisiken sollen minimiert und die Wirtschaft der Region angekurbelt werden.

Erdgas© sss78 / Fotolia.com

Sofia (dpa/red) – Den Baubeginn von South Stream beobachteten der Chef des russischen Energieriesen Gazprom, Alexej Miller, und der bulgarische Regierungschef Plamen Orescharski am Donnerstag bei Rassowo im Nordwesten Bulgariens auf einem Monitor im Ministerrat in Sofia. Durch die South-Stream-Gasleitung soll russisches Gas unter Umgehung der Ukraine nach Süd- und Mitteleuropa fließen.

Transitrisiken ausgeschlossen

Die Transitrisiken bei den Gaslieferungen würden für immer entfallen, betonte Miller in Anspielung auf einen russisch-ukrainischen Gasstreit vor rund vier Jahren. Die Preise für die bulgarischen Verbraucher sollen dank der direkten Lieferungen niedriger sein als die bisherigen. Für den Gastransit werde Bulgarien von 2018 an rund 715 Millionen Euro im Jahr erhalten.

2.000 Arbeitsplätze für Spezialisten

Der Bau des South-Stream-Abschnitts in Serbien soll bis Ende dieses Jahres beginnen. Das Projekt werde zum Wirtschaftswachstum in der Region führen, sagte Gazprom-Chef Miller. Die direkten Investitionen beliefen sich in Bulgarien auf 3,5 Milliarden Euro. Dort sollen auch mehr als 2.000 Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Spezialisten eröffnet werden.

Quelle: DPA