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Preistransparenz

Streit mit Gasversorger geht vor EU-Gerichtshof

Im Zusammenhang mit Gaspreiserhöhungen geht eine Klage der Technischen Werke Schussental gegen eine Familie aus Baienfurt vor den Europäischen Gerichtshof. Die Familie hatte ihre Rechnungen nicht mehr bezahlt, nachdem der Gasversorger mehrfach die Preise erhöht hatte. Die Klage könnte Modellcharakter erhalten.

Gasherd© rsester / Fotolia.com

Baienfurt (red) - Im Anschluss an mehrere Gaspreiserhöhungen weigerten sich rund 600 Bürger aus dem Raum Ravensburg, ihre Rechnungen zu zahlen. Die Technischen Werke Schussental (TWS) konnten daraufhin die offenen Beträge mit Ausnahme einer einzigen Familie erfolgreich einklagen. Gemeinsam hatten die Bürger die Zahlungen verweigert, weil die Preiserhöhungen in ihren Augen nicht nachvollziehbar gewesen seien, so ein Bericht des SWR. Die Zahlungen sollten solange eingestellt werden, bis die Erhöhungen durch nachvollziehbare Zahlen begründet worden wären.

Monopolist setzte sich durch

Die TWS wollte den Forderungen der Bürger nicht nachkommen und klagte die Gelder ein. Zum damaligen Zeitpunkt hielt das Unternehmen das Gasversorgungsmonopol im Raum Ravensburg. Eine einzige Familie aus Baienfurt gab durch alle Gerichtsinstanzen hindurch nicht nach. Nun wurde der Fall an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitergegeben, der nun prüft, ob bei den Gaspreiserhöhungen das Recht der Verbraucher auf Transparenz eingehalten wurde. Mit einem Urteil rechne man im Herbst.

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