Startseite
EU-Studie

Stromkonzerne produzierten weniger CO2

Der CO2-Ausstoß der größten europäischen Energiekonzerne ging einer Untersuchung zufolge geringfügig zurück. Gleichzeitig hat aber auch die Stromproduktion insgesamt abgenommen. Hauptverschmutzer sei nach wie vor RWE. Der Konzern habe 2013 rund 140 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

Stromerzeugung© E. Schittenhelm / Fotolia.com

Paris (AFP/red) - Dank der erneuerbaren Energien, aber auch wegen der Wirtschaftskrise, haben die großen Stromproduzenten in Europa ihren Ausstoß an umweltschädlichem Kohlendioxid (CO2) im vergangenen Jahr verringern können.

Die Stromproduktion von 20 großen Energiekonzernen in Europa ging im Jahr 2013 um 2,5 Prozent zurück, während zugleich der Ausstoß des Treibhausgases CO2 um 7,6 Prozent zurückging, wie eine am Dienstag in Paris veröffentlichte Untersuchung der Kanzlei PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab. Der größte CO2-Ausstoß kam demnach vom deutschen Stromkonzern RWE.

RWE bleibt weiter Hauptverschmutzer

Obwohl RWE seinen Ausstoß an Kohlendioxid im Vergleich zum Jahr 2012 um elf Prozent senken konnte, blieb der deutsche Energieriese mit 140 Millionen Tonnen CO2 der Hauptverschmutzer. Die besten CO2-Quoten konnten der Studie zufolge das norwegische Unternehmen Statkraft, der finnische Konzern Fortum, der österreichische Betrieb Verbund und der französische Stromriese EDF vorweisen.

Kohle weiterhin interessant für Konzerne

Laut PwC geht die Entwicklung vor allem auf die geringere Stromproduktion in Europa infolge der Wirtschaftskrise zurück sowie auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Auch wenn der Anteil erneuerbarer Energien bei den 20 untersuchten Unternehmen steigt, ist laut PwC dennoch Kohle oft eine interessante Alternative zur Atomkraft. In der Untersuchung wurden unter anderen auch Eon und Iberdrola evaluiert.

Quelle: AFP