Startseite
Preisvergleich

Strompreise steigen in Bayern, Gaspreise in NRW am meisten

Innerhalb des letzten Jahres wurden die Gaspreise in Nordrhein-Westfalen am meisten erhöht, während die Preisanpassungen in den wettbewerbsintensiveren neuen Bundesländern und in Schleswig Holstein moderat geblieben sind. Die Strompreise stiegen in Bayern am meisten, dort war das Preisniveau vorher jedoch relativ niedrig.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Darüber informiert das Verbraucherportal Verivox, dass die 100 Versorger mit den jeweils stärksten Preiserhöhungen bei Strom und Gas innerhalb des letzten Jahres ermittelt hat.

Bei den Stromanbietern wurden sowohl der Grundversorgungstarif als auch der beste Tarif des lokalen Versorgers bei einem Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr untersucht. Die größten Steigerungen beim Grundversorgungstarif gab dabei bei den Gemeindewerken Markt Lichtenau mit 34 Prozent. Auch bei den Gemeindewerken Cadolzburg (32 Prozent) und der Elektrizitätsversorgung der Gemeinde Gochsheim (27 Prozent) sind die Preise in dieser Tarifgruppe stark angestiegen. Beim günstigsten Tarif des örtlichen Versorgers verzeichnet die F.X. Mittermaier & Söhne GmbH mit 26 Prozent den größten Anstieg. Die Elektrizitätsversorgung der Gemeinde Gochsheim und die Gemeindewerke Markt Lichtenau haben den besten verfügbaren Tarif um 8 bzw. 7 Prozent erhöht.

Von den 100 stärksten Erhöhungen fanden die allermeisten in Bayern statt - 61 Anbieter haben hier ihre Preise angehoben. Dort hatten die großen regionalen Versorger 2006 mit der Landesregierung vereinbart, im Jahr 2007 keine Strompreiserhöhungen vorzunehmen, was offensichtlich 2008 nachgeholt wurde.

Gas wurde mindestens 14 Prozent teurer

Sämtliche ermittelten Gasversorger erhöhten ihren günstigsten verfügbaren Tarif um mindestens 14 Prozent. Spitzenreiter sind die Stadtwerke Duisburg mit einer Erhöhung um 25 Prozent. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 20000 kWh pro Jahr bezahlte dort künftig 319 Euro mehr pro Jahr. Auch die Stadtwerke Aachen (24 Prozent, 283 Euro mehr) und die Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH (24 Prozent, 297 Euro mehr) haben die Preise drastisch angehoben. Alle drei Versorger sind in Nordrhein-Westfalen tätig, wo sich insgesamt 42 der 100 Versorger mit den größten Preissteigerungen befinden. Aus Schleswig-Holstein, wo derzeit der stärkste Wettbewerb unter den Gasversorgern herrscht, stammen nur zwei der 100 Gasversorger mit den stärksten Preiserhöhungen.

Preise vergleichen und Anbieter wechseln

Angestichts stetig steigender Energiepreise ist Verbrauchern zu einem Strom- bzw. Gaspreisvergleich zu raten. Durch einen Anbieterwechsel lassen sich oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. "Der Wechsel des Strom- und Gasanbieters ist einfach und völlig risikofrei. Da die Belieferung gesetzlich geregelt ist, kann es bei einem Anbieterwechsel niemals zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen", so Dagmar Ginzel, Unternehmenssprecherin bei Verivox.de.