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Einstieg

Teldafax bekommt neuen Investor

TelDaFax, einer der wichtigsten unabhängigen deutschen Strom- und Gasanbieter, hat von einer zypriotischen Investmentgesellschaft einen zweistelligen Millionenbetrag erhalten, der das Unternehmen retten soll. In den vergangenen Wochen hatten einige Netzbetreiber dem Versorger den Zugang gesperrt.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Troisdorf (red) - Die Prime Mark Financial Group mit Sitz in Zypern steigt als neuer Gesellschafter bei der TelDaFax Holding AG ein und stattet das Unternehmen den Angaben zufolge mit zusätzlichem Kapital im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus. Damit sei das Unternehmen in der Lage, seine aktuellen Liquiditätsprobleme zu lösen und seine wirtschaftliche Lage deutlich zu verbessern. Der Strom- und Gasanbieter TelDaFax hatte erst kürzlich seine Übernahme und einen damit verbundenen Wechsel des Vorstandsvorsitzes bekannt gegeben.

Prime Mark übernimmt 51 Prozent von der CPA Invest AG, die erst vor zwei Wochen bei TelDaFax eingestiegen war. "Der neue Investor kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", so Dr. Hans-Gerd Höptner, Vorstandsvorsitzender der TelDaFax Holding AG. "Wir sind mit dem Investment jetzt in der Lage, die durch Eigenkapital nicht gedeckte Liquiditätslücke und die daraus resultierenden bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten schrittweise zu beseitigen und neu durchzustarten." Das Geld soll für die Begleichung entstandener Verbindlichkeiten und weitere Restrukturierungsmaßnahmen genutzt werden.

Wie schwierig die Situation für den Strom- und Gasanbieter geworden war, zeigen die Entwicklungen der letzten beiden Wochen: Einige regionale Netzbetreiber haben aufgrund verzögerter Zahlungen den Netzzugang für TelDaFax gesperrt. Mit vielen Betreibern konnte sich das Unternehmen inzwischen einigen. Aber: "Wir haben etwa 20.000 Kunden auf diese Weise verloren", räumt Höptner ein. Mit dem frischen Kapital könne man nun etliche aufgelaufene Probleme klären. Ziel des neuen Anteilseigners ist es, TelDaFax wirtschaftlich zu stabilisieren und mittelfristig in die Gewinnzone zu führen.