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Umweltschutz

Total will kein Öl in Welterbe-Gebieten mehr fördern

Der Energiekonzern Total wird künftig auf die Erdölförderung in Welterbe-Gebieten verzichten. Andere Firmen sind dem bereits mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung vorangegangen. Die UNESCO hatte zum Schutz von Umwelt und Tierarten aufgerufen und hofft, dass auch andere Firmen diesen Beispielen folgen werden.

Afrika© Wikimedia Commons

Paris (AFP/red) - Der französische Energiekonzern Total hat sich verpflichtet, kein Erdöl mehr in schützenswerten Welterbe-Gebieten zu fördern. Das kündigte die Weltkulturorganisation UNESCO am Montagabend in Paris an und begrüßte dies als "historische Entscheidung". Der britisch-niederländische Energieriese Royal Dutch Shell sowie die Vereinigung der 22 weltweit größten Minen-Unternehmen waren laut UNESCO bereits eine entsprechende Selbstverpflichtung eingegangen.

Welterbe schützen

Das Welterbe-Komitee hatte 2012 und 2013 die Erdöl-Konzerne aufgerufen, trotz Fördererlaubnissen nicht in den Nationalpark von Virunga in der Demokratischen Republik Kongo einzugreifen. Nach Angaben der Umweltorganisation WWF gilt Virunga als der Nationalpark mit der größten Artenvielfalt Afrikas und ist Heimat für 200 vom Aussterben bedrohte Berggorillas. Der WWF fordert, die Öl-Konzessionen zu widerrufen.

Ein Beispiel für andere Konzerne

Die UNESCO äußerte nun die Hoffnung, dass weitere Unternehmen dem Beispiel von Shell und Total folgen würden. Die Welterbe-Liste umfasst 981 Landschaften und Stätten in 160 Ländern, von denen 222 aufgrund ihrer außergewöhnlichen Bedeutung für Umwelt und Natur anerkannt wurden.

Quelle: AFP