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Gaspipeline

Turkish Stream soll Ende 2016 in Betrieb gehen

Schon Ende nächsten Jahres soll Gas durch die neue Pipeline Turkish Stream fließen. Diese soll durchs Schwarze Meer und Griechenland laufen und auch den europäischen Markt mit Gas versorgen. Mit der Gasleitung will Russland die Ukraine als Transitland umgehen.

Pipeline© James / Fotolia.com

Ankara/Moskau (dpa) - Der russische Staatskonzern Gazprom will im Dezember nächsten Jahres mit Gaslieferungen in die Türkei durch die neue Leitung Turkish Stream beginnen. Das teilte Gazprom-Chef Alexej Miller am Donnerstag nach einem Treffen mit dem türkischen Energieminister Taner Yildiz in Ankara mit. Die Pipeline Turkish Stream wird durch das Schwarze Meer über die Türkei an die Grenze zu Griechenland verlegt.

Putin will bei der Finanzierung helfen

Gazprom will mit einem Weiterbau der Leitung durch Griechenland auch den europäischen Markt mit Energie versorgen. Präsident Wladimir Putin bestätigte nach Kremlangaben bei einem Telefonat mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras die Bereitschaft der "russischen Seite", den Bau der Pipeline mit zu finanzieren.

Hilfe für Griechenland

Ziel der Russen ist es, die Ukraine als bisher wichtigstes Land für den Gastransit in die EU überflüssig zu machen. Im Gegenzug soll die Stellung von Griechenland als Transitland aufgewertet werden. Das finanzschwache Land kann auf Hunderte Millionen Euro Gebühren für den Gastransit hoffen.

Durch die 1100 Kilometer lange Pipeline Turkish Stream sollen bei voller Auslastung 63 Millionen Kubikmeter Gas strömen. Davon sollen 47 Milliarden Kubikmeter dann durch Griechenland fließen.

Quelle: DPA