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Gaslieferung aus Russland

Ukraine hielt während Kältewelle Gaslieferungen zurück

Die Ukraine soll Anfang Februar für Europa bestimmte Gaslieferungen aus Russland zurückgehalten haben. Das behauptet der russische Gasriese Gazprom. Während der Kältemenge stieg die Nachfrage nach Gas in Europa, die Lieferungen ließen jedoch nach, sodass Pipeline-Betreiber die Zufuhr an einige Großkunden unterbrechen mussten.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Gasriesen Gazprom während der Kältewelle vor einigen Wochen Gas auf dem Weg nach Europa zurückgehalten. "Die europäischen Verbraucher haben ihre Nachfrage nach russischem Gas erhöht. Gazprom hat alles Notwenige getan, aber das entsprechende Gasvolumen ist nicht in Europa angekommen", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Mittwoch nach einem Treffen mit Russlands Staatschef Dmitri Medwedew nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Dies habe Gazprom finanziell geschadet und den Ruf des Konzerns gefährdet.

Russland konnte Nachfrage nicht befriedigen

Russland liefert rund ein Viertel des in Europa verbrauchten Erdgases. Die Lieferungen, die zum Teil über Pipelines in der Ukraine laufen, ließen während der extremen Kältewelle Anfang Februar aber nach. Teilweise mussten hierzulande Pipeline-Betreiber die Zufuhr an bestimmte Großkunden unterbrechen. Miller erklärte, an einigen Tagen seien "40 Millionen Kubikmeter Gas in der Ukraine verblieben". Russland hatte während der Kältewelle aber auch erklärt, es könne der gestiegenen Nachfrage nicht in vollem Maß nachkommen.