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Energiepartner

Umfrage: Deutsche uneins über Energiepartner Moskau

Zwischen der Rohstoffgroßmacht Russland und der EU kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Auch die Deutschen stehen dem Energiepartner einer Umfrage zufolge skeptisch gegenüber: Nur etwa die Hälfte sieht in Moskau einen sicheren Energielieferanten.

Russland© Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

St. Petersburg (dpa/red) - Die Mehrheit der Deutschen betrachtet die Rohstoffgroßmacht Russland trotz der schweren Ukrainekrise als zuverlässigen Energielieferanten. In einer Umfrage, die von dem deutschen Energiekonzern Wintershall in Auftrag gegeben wurde, erklärten dies 56 Prozent der Befragten. 40 Prozent waren der Ansicht, die Führung in Moskau sei kein verlässlicher Energiepartner. Das Unternehmen veröffentlichte die Umfrage kurz vor Beginn des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg am Donnerstag.

Wintershall gilt als Partner von Gazprom

Dass die Mehrheit der Deutschen Russland als zuverlässigen Energielieferanten sehe, sei "angesichts der aktuellen politischen Auseinandersetzungen ein erfreulich positiver Wert", meinte Wintershall-Vorstandsvorsitzender Mario Mehren. Die BASF-Tochter gilt als enger Partner des kremlnahen Staatskonzerns Gazprom, etwa bei der Ostseepipeline Nord Stream.

Uneinigkeit auch bei den Sanktionen

Ob die Sanktionen, die in der Ukrainekrise von der EU und den USA gegen Russland beschlossen wurden, richtig sind, ist der Untersuchung zufolge umstritten: 50 Prozent der Deutschen halten demnach die Strafmaßnahmen für richtig, 41 Prozent unterstützen sie nicht. Gleichwohl würden es 75 Prozent der Befragten gutheißen, wenn die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Berlin und Moskau intensiver wären.

Quelle: DPA