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Lagerstättenwasser

Undichte Rohrleitung auf Erdgasfeld entdeckt (Upd.)

Auf einem Erdgasfeld der RWE Dea AG in Wardböhmen (Landkreis Celle) ist so genanntes Lagerstättenwasser aus einer defekten Stahlleitung ausgetreten. Die Flüssigkeit sei in bisher unbekannter Menge über den Betriebsplatz in eine Versickerungsmulde für Oberflächenwasser gelaufen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Hannover (dapd/red) - Das teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) am Freitag mit. Der betroffene Boden sei entfernt worden, ob weitere Maßnahmen nötig seien, werde derzeit untersucht, hieß es.

Bei Lagerstättenwasser handelt es sich um Wasser, das natürlicherweise in einer Lagerstätte vorkommt. Es kann giftige Stoffe wie etwa Quecksilber oder Kohlenwasserstoffe enthalten.

Nach einem ähnlichen Vorfall vor einem Jahr hatte das LBEG eine Überprüfung aller Kunststoffleitungen zum Transport von Lagerstättenwasser angeordnet. Die Ergebnisse der Überprüfung sollen am Mittwoch (7. März) bekanntgegeben werden.

Update: Undichte Rohrleitungen werden stillgelegt

In Niedersachsen sind 22 Rohrleitungen zum Abtransport von sogenanntem Lagerstättenwasser stillgelegt worden. Das sei das Ergebnis einer seit April 2011 durchgeführten Überprüfung aller Kunststoffrohre der Erdöl und Erdgas fördernden Unternehmen durch das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) am Mittwoch in Hannover. Bei diesen Leitungen seien Lecks festgestellt worden, durch die giftige Stoffe des Lagerstättenwassers ins Erdreich gelangen konnten.

Etwa 17 bis 18 Kilometer an Rohren der insgesamt 740 Kilometer langen Kunststoffleitungen müssten nun ausgetauscht werden, sagte Bode. Im April 2011 waren auf einem Erdgasfeld in Söhlingen (Kreis Rotenburg/Wümme) erstmals Verunreinigungen durch Lagerstättenwasser festgestellt worden.