Ein Leipziger Erdgas-Unternehmen hat eine neue Ferngasleitung durch die Elbe bei Dresden verlegt. Die Leitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern wurde durch einen vorbereiteten Rohrgraben gezogen. Die neuen 160 Meter langen Leitungen befinden sich 2,50 Meter unter dem Fluss.
Dresden/Leipzig (ddp/red) - Das Leipziger Erdgas-Unternehmen Verbundnetz Gas AG (VNG) hat eine neue Ferngasleitung durch die Elbe verlegt. Nach Angaben eines Sprechers des zuständigen Tochterunternehmens Ontras wurde die Leitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern am Freitag im Dresdner Osten in einen vorbereiteten Rohrgraben gezogen. Der 160 Meter lange Röhrenstrang verläuft 2,50 Meter unter dem Flussgrund.
Alte Leitungen sollen bis Jahresende erneuert werden
Bis Jahresende soll die rund 50 Jahre alte Leitung auf der gesamten Länge von 65 Kilometern komplett erneuert sein. Die Investitionssumme für das Vorhaben liegt bei 30 Millionen Euro. Nach Inbetriebnahme der neuen Leitung sollen die alten Rohre entfernt werden. Die Verbundnetz Gas AG betreibt nach eigenen Angaben das zweitgrößte Ferngasnetz Deutschlands mit einer Leitungslänge von mehr als 7000 Kilometern.
Im bayerischen Riesbürg werden künftig Glasfaserkabel vom Stromanbieter verlegt. Die Gemeinde bekommt nach etlichen Rückschlägen voraussichtlich nun doch eine Breitbandversorgung. EnBW ODR hat angeboten, bei der Erschließung der Gemeinde mit Erdgas die Leerrohre für das Glasfaserkabel in einem Aufwasch mitzuverlegen.
Der Stromanbieter Meistro bietet nun auch CO2-neutrales Erdgas für Gewerbekunden an, das nicht leitungsgebunden sei. Künftig fimiert das Unternehmen unter meistro Energie GmbH. Der Gasanbieter verbindet den Markteintritt mit einem Plädoyer für mehr Wettbewerb auf dem Markt.
Ein Versorgungsengpass beim Import von russischem Erdgas ist nach Einschätzung von Experten mittelfristig nicht zu erwarten. Die Teilnehmer der 3. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz widersprachen damit am Donnerstag Prognosen, wonach die Erdgasvorräte in Russland in 20 Jahren ausgeschöpft sein könnten.
Die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, MITGAS, erhöht zum heutigen 1. März den Arbeitspreis pro Kilowattstunde. MITGAS ist der größte regionale Gasanbieter in den neuen Bundesländern. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen versorgt das Unternehmen rund 181.000 Kunden.
Nach zwei Jahren heftiger Bewegung der Erdgaspreise ist bei den großen sächsischen Versorgern einem Zeitungsbericht zufolge Preisstabilität eingekehrt. Das gelte zumindest für die Preiskalkulation zum zweiten Quartal 2010, für die Drewag laut dem Bericht sogar bis Ende September.