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Uneinheitlich

Unterschiede in der Preispolitik der Gasanbieter

Der Gaspreis steigt zum neuen Jahr wieder leicht an. Einige Gasanbieter können ihre Preise jedoch auch senken. Ein Grund für die immer weiter klaffende Schere zwischen den Angeboten ist die unterschiedliche Beschaffungsstrategie der Gasanbieter. Verbraucher können von günstigen Preisen am freien Markt profitieren.

Gasherd© ArtmannWitte / Fotolia.com

Heidelberg (red) – Zum Januar 2011 haben 73 Gasanbieter Preissteigerungen von durchschnittlich sieben Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh entspricht dies einer Mehrbelastung von rund 88 Euro. Der Verbraucherpreisindex Gas liegt laut Vergleichsportal Verivox im Januar 2011 rund zwei Prozent über dem Vorjahreswert.

Gleichzeitig führen 26 Gasanbieter Preissenkungen von durchschnittlich sechs Prozent durch, was einer Entlastung von etwa 76 Euro pro Jahr entspricht.

Wie kommen diese Unterschiede zustande?

Ein Grund für die unterschiedliche Preispolitik der Gasanbieter liegt in den unterschiedlichen Beschaffungsstrategien. Die einen beziehen ihr Gas über langfristige Verträge. In der Regel ist das so gehandelte Gas an die Entwicklung des Ölpreises gekoppelt - und auch dieser steigt. Anbieter, die in alten Verträgen feststecken, oft die kommunalen Stadtwerke, müssen steigende Kosten auffangen. Dies geschieht häufig dadurch, dass die Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergegeben werden.

Chancen für neue Anbieter

Anbieter, die in alten Verträgen stecken, profitieren nicht von der Erschließung neuer Gasvorkommen und dem entstehenden überangebot. Auf dem freien Gasmarkt kann Gas derzeit deutlich günstiger gehandelt werden, was vor allem denjenigen zugute kommt, die kurzfristig planen und einkaufen können. Neue Anbieter können so Preise günstiger kalkulieren und dadurch Kunden gewinnen.

Für Verbraucher ist diese Situation günstig, denn die Preisunterschiede zwischen den Gasanbietern werden immer größer. Laut Angaben von Verivox liegen zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter (ohne Vorauskasse) durchschnittlich 315 Euro im Jahr. Ein Gaspreisvergleich hilft, einen günstigeren Anbierer zu finden.