Startseite
Wetterphänomen

US-Kältewelle treibt Ölpreise an

Die Ölpreise haben sich von den Verlusten der vergangenen Zeit etwas erholen können. Grund dafür ist Experten zufolge die Kältewelle, die derzeitig die USA fest im Griff hat. Die Nachfrage nach Heizöl würde verstärkt, der Preis dadurch nach oben getrieben.

Schnee schieben© Edler von Rabenstein / Fotolia.com

New York/London/Wien (dpa-AFX/red) - Die Ölpreise haben am Dienstag zu einer leichten Erholung angesetzt. Nach einem schwachen Wochenauftakt im Zuge enttäuschender US-Konjunkturdaten sehen Experten den Kälteeinbruch in den USA als eine Ursache für den erneuten Anstieg. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 107,28 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 44 Cent auf 93,87 Dollar.

Kältewelle lässt Nachfrage steigen

Die schlimmste Kältewelle in den USA seit 20 Jahren verstärke die Spekulation auf eine größere Nachfrage nach Heizöl, sagten Händler. Mittlerweile hat die Eiseskälte auch den Nordosten des Landes erreicht und zu einem Temperatursturz in New York geführt. Allerdings sorgten die extremen Temperaturen nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank bisher nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen bei der Ölproduktion in den USA. Die Gaspreise werden von der Kältewelle sogar stark beeinflusst. Wie der CNN berichtete liegt der Preis pro Kontrakt in New York bei 99 US-Dollar/ MBTu (umgerechnet 248 Euro/ MWh). Der reguläre Preis läge bei rund 20 US-Dollar/ MBTu.

Erdölpreis gefallen

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel hingegen zuletzt weiter zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 104,40 US-Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am vergangenen Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.