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Preissenkungen erwartet

VEA begrüßt Missbrauchsverfahren wegen überhöhter Gaspreise

Der Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA) begrüßt die vom Bundeskartellamt eingeleiteten Missbrauchsverfahren gegen bundesweit 35 Gasversorger und sieht Preissenkungen in greifbarer Nähe. Der Einsatz des Verbandes bei der Verschärfung der Wettbewerbsregeln "zahlt sich aus".

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Hannover (red) - "Die durch die Wettbewerbshüter aufgedeckten Abweichungen von teilweise 45 Prozent zwischen einzelnen Versorgern sind ein Skandal und durch nichts zu rechtfertigen – auch nicht durch angeblich hohe Kosten für die Benutzung von Gaspipelines", erklärt Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Dass die Beweislast bei den beschuldigten Gasunternehmen liegt, sei "das große Plus des neuen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen", so Panitz weiter.

Somit seien sowohl für Industriekunden als auch für private Haushalte Preissenkungen zu erwarten. Vor allem die Privatkunden seien bisher doppelt bestraft worden: Zum einen direkt durch die hohen Gaspreise, zum anderen durch höhere Verbraucherpreise für Produkte und Dienstleistungen, erläutert der VEAVorstand.

Die Wettbewerbsintensität auf dem Gasmarkt sei immer noch erschreckend gering, daher fordert der Verband die Kartellbehörden auf, das "mächtige Werkzeug jetzt konsequent einzusetzen".